Radio hat...              ...die schöneren Bilder.

Heute schon GEZahlt?

Klar, Rundfunkgebühren müssen sein, wenn man nicht auf Dudelfunk angewiesen sein will. Qualitätsrundfunk hat seinen Preis, den auch ich zahle, obwohl ich sozusagen zur Firma gehöre. Respekt vor den Gebührenzahlern muss aber auch sein. Den vermisst man nicht nur bei so manchen Formaten, sondern vor allem beim Verhalten der GEZ. Die traktiert ihre Kunden jedes Jahr mit Briefen, ob man denn immer noch kein Radio im Büro, einen Fernseher oder einen Rechner habe. Und diese anwidernde Methode soll man auch noch portopflichtig bedienen, was bei Nichtbeachtung in immer schärfer werdendem Ton eingefordert wird. Zu Unrecht übrigens: Wer seine Geräte ordnungsgemäß angemeldet hat, kann nach allgemeiner Rechtsauffassung nicht jedes Jahr zu neuer Auskunft verpflichtet werden.

Nun sind seit 2007 auch (internetfähige?) Rechner gebührenpflichtig, was in meinem Fall zu absurd-pikanten Ergebnissen führen müsste. Denn einen Fernseher habe ich nicht, und würde ich mein Radio abmelden, säße ich in der Falle. Bin ich nicht bereit, die Rechner-Gebühr zu zahlen, weil ich diesen weder zum Radiohören noch zum Fernsehen benutze, wäre ich laut Rundfunkstaatsvertrag genötigt, den Rechner abzuschaffen. Denn auf die Nutzung kommt es nicht an, die Anwesenheit eines Rechners reicht aus. Es ist kaum anzunehmen, dass das Bundesverfassungsgericht diese Auffassung teilt. In meinem Fall käme dies sogar einem Berufsverbot gleich, da ich ausschließlich zuhause produziere (was immer mehr freiberufliche Rundfunkjournalisten machen). Die GEZ frisst also nicht nur ihre Kunden, sondern auch ihre Kinder. Mein Rechner ist ein Rechner ist ein Rechner, weshalb die GEZ von mir auch in Zukunft kein Geld bekommt, nur weil ich mit meinem Rechner, wie heutzutage fast alle, auch Radiohören oder Fernsehen könnte. Mein Handy fällt ja auch nicht unter das Waffengesetz, weil ich damit auch ein Bombe fernzünden könnte. Was ich nicht kann. Ich wüsste allerdings schon jetzt, wo.